Stationäre Maßnahmen §34 SGB VIII

Träger und gesetzliche Grundlagen

Seit 2003 führt die ZAB gemeinnützige GmbH im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendamt Frankenthal, mit dem Jugendamt der Stadt Ludwigshafen, dem Kreisjugendamt des Rhein-Pfalz-Kreises, dem Stadtjugendamt Worms und dem Kreisjugendamt Bad Dürkheim die „Vollstationäre Betreuung" nach den §§ 42, § 34 in Verbindung mit § 41 sowie die Nachbetreuung nach § 30 durch.

Auftrag

Durch soziales Lernen und die Vermittlung lebenspraktischer Fähigkeiten soll eine vollständige Verselbständigung bzw. die Rückführung in die Familien erreicht werden.

Indikation

Die aufzunehmenden Kinder und Jugendlichen werden durch die Sozialdienste der Jugendämter vorgestellt.
Im stationären Bereich werden Jugendliche und Heranwachsende aufgenommen, deren Verbleib in der Herkunftsfamilie aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr möglich ist und deren Kompetenzen für ein eigenverantwortliches Leben noch nicht ausreichen. Ausschlusskriterien für eine Aufnahme sind Drogenabhängigkeit und schwere psychiatrische Erkrankungen


Infrastruktur

Die Alltagsbewältigung und –gestaltung sowie die berufliche Integration ist ein zentrales Merkmal unserer stationären Hilfen. Unter größtmöglicher Eigenverantwortung wird der Einhaltung einer geregelten Tagesstruktur unter Erfüllung alltagstypischer Pflichten eine besondere Bedeutung beigemessen. Dies beginnt mit dem morgendlichen Aufstehen und dem zuverlässigen Schul- oder Ausbildungsbesuch. Außerdem wird darauf geachtet, dass die Gruppendienste erledigt werden. Gemütliche Räumlichkeiten sowie gelegentliche Freizeitaktivitäten schaffen eine familiäre Atmosphäre in der sich die Jugendlichen und Heranwachsende altergemäß entwickeln können. Im Kontext der individuellen Einzelbetreuung wird die Lebenswelt der Jugendlichen und Heranwachsenden miteinbezogen. Die Einteilung finanzieller Ressourcen, die Versorgung mit Lebensmitteln sowie die Einhaltung einer Grundhygiene wird durch die pädagogischen Fachkräfte angeleitet.

In regelmäßigen Bewohnertreffen erlernen die Jugendlichen und Heranwachsenden moderate Kommunikationsformen und üben sich in Selbstreflexion und Kritikfähigkeit.

Der individuellen Förderung jedes einzelnen Bewohners wird durch die Berücksichtigung der jeweiligen Lebenswelt sowie der Herkunftsfamilie Rechnung getragen.

Durch Rufbereitschaften der Fachkräfte wird eine ständige Erreichbarkeit gewährleistet.

Jeder Einrichtung steht ein Fahrzeug zur Verfügung.