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Positionspapier
Mehr Teilhabe durch Arbeit - Mit klaren Rahmenbedingungen einen sozialen Arbeitsmarkt schaffen
Einleitung
Seit den 1970er Jahren hat sich nach einer kurzen Erholung zwischen 2005 und 2008 ein wachsender Sockel von Langzeitarbeitslosigkeit aufgebaut. Die Wirtschaftskrise 2009 und 2010 führt aktuell zu sinkender Beschäftigung und zu einem erneuten Anstieg der Arbeitslosigkeit, auch wenn der Anstieg der Arbeitslosigkeit hinter den Befürchtungen zurückgeblieben ist, die die Wirtschaftskrise ausgelöst hat.
Diese Entwicklung trifft Menschen mit besonders schweren und multiplen Beeinträchtigungen am Arbeitsmarkt besonders schwer, da sich ihre Beschäftigungschancen bei einem Überangebot an Arbeitskräften noch weiter verschlechtern. In der Folge droht eine weitere Verfestigung der Sockelarbeitslosigkeit. Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (IDA) im Deutschen Caritasverband, der Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V. (EFAS) im Diakonischen Werk der EKD sowie die BAG Arbeit vertreten bundesweit Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen. Diese wiederum beschäftigen und qualifizieren in über 1.000 Unternehmen mit Fördermitteln des Bundes, der Länder, der Kommunen sowie der Europäischen Union und durch private Spender und Spendenfonds ca. 250.000 Menschen. Zum Teil erfolgt dies in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Zielgruppe sind hauptsächlich arbeitsmarktferne arbeitslose und langzeitarbeitslose Menschen ohne absehbare Perspektive auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die öffentlich geförderte Beschäftigung kann hierbei verschiedene Funktionen erfüllen. Zum einen kann sie dazu dienen, die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen zu erhalten bzw. wieder herzustellen, ihre Qualifikationen zu erhalten oder zu verbessern und Langzeitarbeitslose hiermit wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern (Brückenfunktion/ Übergangsarbeitsmarkt). Zum andern kann mit öffentlich geförderter Beschäftigung auch ein sozialer Aspekt verfolgt werden, da Menschen mit besonders schweren Vermittlungshemmnissen die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht werden kann (Integrationsfunktion). Schließlich spielen bei den Chancen der Integration in Arbeit in bestimmten Regionen auch strukturelle Faktoren wie z.B. eine besonders hohe Arbeitslosigkeit eine Rolle. Hier kann öffentlich geförderte Beschäftigung ein wichtiger Bestandteil der lokalen Arbeitsmarktpolitik sein.
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Quelle (Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege vom 30.06.2010)
Letzte Änderung: 22.11.2010 am 09:36:19



